Herkunft
Thokehs wurden in Nepal, Nordost-Indien, Thailand, China, Vietnam, Kambotscha, Singapur, Indonesien sowie auf den Philippinen nachgewiesen. Ansiedelungen in Florida und Hawaii wurden durch die Verbreitung des Menschen ermöglicht. Die Lebensräume des Gekko Gecko liegen nicht höher als 1000 m über NN. Sie halten sich gerne in warmen Gebieten auf und meiden desshalb größere Höhen. Man trifft sie in tropischen Wäldern, auf Bäumen und an Felsen. Durch die einfachere Futterbeschaffung haben sich viele Gecko-Arten in Häusern, beim Menschen angesiedelt.
Größe und Beschreibung
Die Gesamtlänge beträgt beim Männchen bis 36 cm, beim Weibchen ca.25 cm, davon fallen etwa 45 % auf die Schwanz-Länge. Auffällig ist der wuchtige Kopf und ein im Durchmesser fast runder Schwanz, der bei Gefahr abgeworfen werden kann. Die Pupillen können je nach Lichteinfall geöffnet oder geschlossen werden. Ihr Körper ist mit kleinen Schuppen bedekt. Die am Ende verdickten Finger bzw. Zehen tragen an der Unterseite feine Lamellen zur Fortbewegung an fast allen Untergründen. Die Tokehs gibt es in verschiedenen Grundfarben: Blau-, Grün-, Grau oder Bräunlich.
Verhalten
Die Tokehs sind nachtaktiv. Tagsüber verstecken sie sich in Felsspalten oder auf Bäumen hinter dichtem Blattwerk. Mit Einbruch der Dämmerung werden sie meist aktiv. Treffen zwei Männchen aufeinander, wird das Revier heftig verteidigt und der Rivale vertrieben. Während der Dunkelheit kann man die Rufe des Männchens hören. Durch sie hat der Tokeh seinen Namen erhalten. Ein Gelege hat meist zwei Eier, die auf einen geeigneten Untergrung geheftet werden. Die Jungen werden von beiden Eltern bewacht und aufgezogen. Fühlen Tokehs sich bedrängt, so wehren sie sich durch Beißen und lautes Rufen.
Terrarium und Einrichtung
Ob Glas- oder Holzterrarium, große Belüftungsflächen im Deckel und an Front- oder Seitenwänden sind unbedingt erforderlich. Die Mindestmaße für das Tropenterrarium sollten bei einem Pärchen ca. 110x110x150 cm sein. Das Terrarium wird mit Leuchtstoffröhren nicht zu hell beleuchtet, eine UV-Röhre sollte mit eingebaut werden. Bei Bedarf einen kleinen Wärmestrahler mit einplanen, oder ein Heizkabel. Der Bodengrund kann ein Kokoschip-Substrat, Erde-Sand-Gemisch oder Kieferrindeneinstreu sein. Er sollte ca. 5-10 cm hoch eingefüllt werden. Die Bepflanzung mit Ficus benjaminii, Philodendron, Dieffenbachia kann zum Teil sehr dicht sein und viele horizontale Klettermöglichkeiten haben. Die Pflanzen werden mehrmals täglich besprüht um die benötigte Luftfeuchtigkeit zu erreichen (Mikroklima), oder mit einem automatischen Luftbefeuchter oder Beregnungsanlage versorgt.
Größenformel für ein Pärchen: 6x6x8 (LxBxH) bei KRL (Kopf-Rumpflänge)
Temperaturen: 22 °C- 32 °C tagsüber, nachts 18 °C-22 °C
Luftfeuchtigkeit im Mittel: 60-90 %rH

Futter
Tokehs nehmen hauptsächlich Insekten- Kost auf, vom großen Käfer bis zur Fliege. Verfüttert werden verschiedene vitaminisierte Insekten aus der Zucht zB. Grillen, Heimchen, Heuschrecken und Schaben, Zophobas und Fliegen. Die Zugabe von Calciumpräparat nicht vergessen. Feuchtigkeit nehmen die Tokehs über das Lecken der Wassertropfen von den Blättern auf. Sollte man diese Trinkwasseraufnahme nicht beobachten, kann über eine Tropftränke, Pipette bzw. kleine Spritze das Wasser verabreicht werden.

Männlicher Tokeh bei der Häutung
Buchtipp: "Der Tokeh" von Wolfgang Grossmann
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